Ein Gerät – zwei effektive Systeme zur Desinfektion

Der Hochleistungsvernebler PREVAL Booster PR20/1UV hat zwei unabhängig voneinander arbeitende Systeme, die wahlweise zur Desinfektion von Oberflächen und Raumluft eingesetzt werden können. Je nach Bedarf und gewünschter Intensität kommt der Vernebler oder das UV-Gebläse zum Einsatz.

Bedienfeld und Fernbedienung des PREVAL Booster PR20/1UV sind klar gegliedert und erleichtern die Arbeit mit dem Gerät.

Mit dem PREVAL Booster PR20/1UV können Luftvolumen von 1500 m3/h mit dem gewünschten Wirkungsgrad desinfiziert werden. Die Auslegung einiger Teststreifen vor der Desinfizierung hilft, die erforderlichen Desinfektionsmaßnahmen zu ermitteln.

Der Booster lässt sich mit den stabil gelagerten Rädern sehr leicht verfahren und durch die Feststellbremsen sicher parken. Durch den Teleskopgriff wird das Transportieren vereinfacht. Zusätzlich sind zwei Tragegriffe im oberen Bereich montiert, um bei Bedarf den Booster anzuheben oder zu tragen.

Desinfektion mit dem Vernebelungssystem 1)

Die Dri-Einspritztechnologie des Vernebelungssystems in Verbindung mit einer Intervallsteuerung gewährleistet die sichere und störungsfreie Verteilung des Desinfektionsmittels, z.B. Wasserstoffperoxid (H2O2)

Sensoren überwachen den Füllstand des Mittels und schalten bei Füllstandsende rechtzeitig die Pumpe ab, um Luftansaugung in das Verneblungssystem zu verhindern. Die Edelstahl-Magnetpumpe ist als Dauerläufer ausgelegt und durch einen Temperaturbegrenzer abgesichert.

Der Booster kann über Handschalter oder mit der Fernbedienung gesteuert werden. Alle Einstellungen am Timer können leicht verändert und an die gewünschten Intervallzeiten angepasst werden.

Desinfektion mit dem UV-System 2)

Das UV-Gebläse und der UV-Leuchtkörper können über einen Zwei-Stufenschalter oder mit der Fernbedienung in Betrieb genommen werden. Das UV-System ist für Dauerbetrieb ausgelegt. Die Anforderungen des Arbeitsschutzes und die dort festgelegten Expositionsgrenzwerte für UV-Strahlung werden eingehalten.

Publikationen

1) Robert Koch Institut

Das Robert-Koch-Institut zum aktuellen Stand der Raumdekontamination mit gasförmigem Wasserstoffperoxid:
Mit Wasserstoffperoxid (H2O2) ist ein breites Wirkspektrum bei Raumtemperatur realisierbar Rückstandsfreies Verfahren ohne Nachreinigung bei ausreichender Belüftungsphase möglich.

Die rasch voranschreitende Automatisierung und Elektronisierung der Laborprozesse fordert heute Dekontaminationsverfahren, die einfach zu beherrschen sind, rückstandsfrei arbeiten, die Geräte und Anlagenressourcen schonen und dabei in ihrer Wirkung zuverlässig und reproduzierbar sind. Diese Voraussetzungen scheinen mit Einsatz von H2O2 gegeben. Deswegen wurde und wird zunehmend in Laboren der Stufen 3 und 4, sowie in industriellen Reinräumen gasförmiges H2O2 zu Desinfektionszwecken eingesetzt.“

Laut RKI können im Raum stehende mobile Begasungsgeräte zur Anwendung kommen. Bei der Inaktivierung von Viren können Ausgangskonzentrationen (5%) unter Zusatz kleiner Mengen von Silber-Kationen zur Raumbegasung eingesetzt werden. Eine effektive sporizide Wirkung kann mit solchen geringeren Konzentrationen auch erreicht werden, wenn eine höhere Luftfeuchtigkeit vorliegt.

Die H2O2-Vernebelung weist auch bei wiederholter Anwendung eine gute Verträglichkeit mit elektrischen und elektronischen Geräten auf.

Aus der Prüfung und der anschließenden Anerkennung bzw. Aufnahme eines H2O2-Verfahrens bei biologischen Sicherheitswerkbänken zur Desinfektionsmittelliste der RKI geht die grundsätzliche Eignung des Verfahrens für die Desinfektion komplexer Oberflächen hervor.

Schlussfolgerung des RKI:
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Begasung von Räumen und raumlufttechnischen Anlagen zu Dekontaminationszwecken mit H2O2 nach Erbringung der „Anforderungen an die sachgerechte Anwendung“ eine wirksame und umweltfreundliche Alternative zum Einsatz von Formaldehydgas darstellt.
(Auszug aus Hyg Med 2010; 35 [6]: 204–208)

2) Bundesamt für Strahlenschutz

Desinfektion mit UV-C-Strahlung – unterschiedliche Systeme
Desinfektionssysteme oder Verfahren, bei denen Personen sicher vor der UV-Strahlung geschützt sind aus Sicht des Strahlenschutzes unproblematisch. Dazu gehören Systeme, bei denen die UV-C-Quelle in einer geschlossenen Einheit verbaut ist oder durch Abschirmung der Quelle sichergestellt ist, dass anwesende Personen keiner UV-C-Strahlung ausgesetzt sind. Das können beispielsweise Systeme zur Oberflächendesinfektion von Transportbändern in der Lebensmittelproduktion oder in Rolltreppen sein, bei denen die UV-C-Quelle im Inneren der Anlage verbaut ist. Bei der Raumluftdesinfektion wären das beispielsweise Anlagen, bei denen die Raumluft an einer abgeschirmten UV-C-Quelle vorbeigeführt wird.
Aus Sicht des Strahlenschutzes unbedenklich sind auch Anwendungen, bei denen Desinfektionen mit UV-C-Strahlung nur dann vorgenommen werden, wenn sich keine Personen im Raum aufhalten.

https://www.bfs.de/DE/themen/opt/anwendung-alltag-technik/uv/uv-c-strahlung/uv-c-desinfektion